Mein Weg
Vom Aushalten zum Mitgestalten
Es gibt im Leben Situationen, die man nicht plant und nicht bestellt. Sie sind einfach da. Momente, in denen man wenig entscheiden kann und viel aushalten muss. In denen man funktioniert, Dinge zusammenhält und weitermacht, obwohl man eigentlich müde ist.
Genau so habe ich mich gefühlt. Erkrankungen, Pflege und die Verluste meiner Eltern und naher Angehöriger haben mich früh mit Themen konfrontiert, die man sich nicht aussucht und die trotzdem den Alltag bestimmen. Es war eine Schwere, die leise mitgelaufen ist und dabei den Blick auf Menschen und das Leben verändert.
Und solche privaten Belastungen kommen selten allein, oft kommen gleichzeitig auch noch berufliche Drucksituationen hinzu.
Ich habe viele Jahre in einem großen Automobilkonzern gearbeitet und insbesondere mein Führungsalltag war geprägt von: Entscheidungen treffen, Erwartungen erfüllen, Konflikte klären und versuchen, authentisch zu bleiben. Mit den Jahren verschob sich der Fokus und im Außen galten zunehmend andere Maßstäbe als die, die sich für mich richtig angefühlt haben.
Genau deshalb habe ich mich intensiv mit Psychologie, Kommunikation und persönlicher Entwicklung beschäftigt. Ein Teil davon war meine Ausbildung zum Personal- und Business-Coach. Nicht, weil ich Punkte auf meiner Karriere-Checkliste abhaken wollte, sondern weil ich mich und Andere besser verstehen wollte. Dadurch habe ich erkannt, wie sehr es einen Unterschied macht, ehrlich hinzuschauen, zu erkennen, was wirklich los ist und bewusst zu entscheiden. Für sich selbst, aber auch im Umgang mit anderen.
Lange bin ich im Hamsterrad des beruflichen und privaten Alltags selbst Marathon gelaufen und war unglücklich ohne zu wissen, warum. Ich habe lange nicht gemerkt, dass meine Werte und Bedürfnisse nicht mehr zu dem gepasst haben, was täglich gefragt war. Irgendwann war ich abends einfach leer, weil der Tag beruflich und privat meine ganze Energie gebraucht hat. Allein kam ich da nicht raus, also habe ich mir Unterstützung durch Coaching gesucht.
Raus aus dem Dauerfunktionieren, rein in ehrliche Fragen: Was passt noch? Was nicht mehr? Und wie will ich weitermachen? So bewusst hatte ich das vorher noch nie gemacht, es wurde also Zeit.
Letztlich habe ich gekündigt und mir bewusst Abstand genommen. Die Weltreise war mein Pauseknopf, aber das geht auch weniger extrem.
Was ich aus allen Situationen mitgenommen habe, ist eigentlich ziemlich simpel: Es macht einen Unterschied, ob du dich ausgeliefert fühlst oder erkennst, dass du selbst etwas tun kannst.
Können wir immer mitbestimmen? Nein, sicher nicht.
Aber es gibt fast immer Optionen, auch wenn der Spielraum manchmal klein ist. Oft sind es die kleinen, bewussten Schritte, die spürbar entlasten. Im Denken, im Fühlen und im Handeln.
Zufriedenheit scheitert nicht an fehlendem Wissen, sondern daran, dass kein Raum da ist, um innezuhalten, klar zu werden und deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Und im letzten Schritt auch wirklich etwas für dich zu tun. Nicht nur im Beruf, sondern genauso im Privaten.
In meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, wieder klarer zu sehen und ins Handeln zu kommen. Entscheidungen zu treffen, die sich stimmig anfühlen. Den eigenen Weg bewusster zu gestalten und dieses sichere Gefühl zu entwickeln: Ich bin dem Leben gewachsen – auch wenn ich nicht alles kontrollieren kann.
Möchtest du wissen, mit welcher Haltung ich heute als Coach arbeite und welche Stationen ich durchlaufen habe? Dann lies noch ein Stückchen weiter...
Meine Haltung
Ich glaube nicht an schnelle Lösungen oder daran, dass man sich nur genug zusammenreißen muss.
Ich glaube an Klarheit, an ehrliches Hinschauen und daran, dass Entwicklung Zeit braucht, aber nicht schwer sein muss.
Mein Leitmotiv bringt es auf den Punkt: Klar benennen. Sicher begleiten. Leichter verbinden.
Klar benennen heißt: nicht schönreden, sondern hinschauen: auf Situationen, Gefühle oder Konflikte. Alles, was man sieht, kann man verändern. Alles, was man ausblendet, bleibt wie es ist.
Sicher begleiten bedeutet: Niemand muss allein durch das Gefühl der Unsicherheit oder das Chaos im Kopf. Ich bringe Empathie, Erfahrung und Ruhe mit. Wachstum passiert im ganz eigenen Tempo und nicht, wenn man hetzt.
Leichter verbinden steht für das, was mir am wichtigsten ist: echte Begegnung. Wo Vertrauen wächst – zu sich selbst, zu anderen und im Team - kann Entwicklung gelingen.
Und ja: Humor und Lachen gehören unbedingt dazu. Oft lösen sich dadurch Spannungen und man bekommt wieder Luft zum Atmen.
Ich arbeite als Coach aus Überzeugung – für echte Begegnung, klare Worte und Veränderung, die nicht perfekt sein muss, sich aber endlich wieder leicht und richtig anfühlt.

Leichtigkeit bedeutet für mich nicht, dass immer alles gut ist, sondern dass nicht alles schwer bleiben muss.
Wie sich das im Leben anfühlen kann...











